Das Hamburg Dungeon ist ein Gruselkabinett, dass man selbst
miterleben kann. Das heißt, es ist nicht so wie in den "typischen"
Gruselbahnen, dass man in einer Achterbahn sitzt und halt so
rumfährt, sondern man geht in einer Gruppe von 20-30 Leuten durch
verschiedene Räume.
ACHTUNG SPOILER (wer nicht wissen will, was genau passiert, bitte beim nächsten Absatz weiterlesen) : Man wird von kostümierten Angestellten durch die verschiedenen Räume begleitet, die jeweils ein anderes Thema haben. Diese Themen beschäftigen sich mit der gruseligen Geschichte Hamburgs. In den "Introraum" wird man mit dem Worten "Fröhliches Verrecken" begleitet. Sehr aufmunternd. Dadurch wird aber das richtige Klima geschaffen. Der erste Raum beschäftigt sich mit dem Jahr 1842, in dem ein Massenbrand Hamburg erschütterte. Realer Qualm steigt auf, der Raum ist ziemlich klein und mit 20-30 Leuten auch ziemlich eng. Plötzlich geht eine Tür auf und eine Protagonistin betritt den Raum, es folgen verschiedene Interaktionen mit uns. Sie droht uns, dass sie uns verbrennen lassen wird, sollten wir ihr nicht all unser wertvolles Hab und Gut geben. Nach verschiedenen Verhandlungen lässt sie uns in den nächsten Raum. Der zweite Raum hat das Thema "Störtebekers Hinrichtung" und war eher ein Schauspiel als ein interaktiver Raum. Störtebeker wird hingerichtet, wir sind seine Matrosen und werden nur verschont, wenn sich seine Körper nach der Köpfung erhebt und ein paar Schritte vorwärts geht. Je länger er geht, desto mehr Männer würden verschont werden. Ein Glück haben wir es alles geschafft :) Der dritte Raum beschäftigt sich mit der Sturmflut 1717. Wir werden in Boote aufs Wasser begleitet, um uns zu retten. Das ganze wird atmosphärisch durch die Wasserbahn, die die Bootstour nachempfindet. Um die Wasserbahn herrum kann man verschiedene "Menschen" sehen, die vor den Fluten flüchten und auf Grund des Wassers eingesperrt in ihren Häusern sind. Der vierte Raum war der krasseste von allen, dort waren wir im Zuchthaus. Wir saßen auf festen Stühlen um einen deckenhohen Käfig in dem eine Protagonistin auf ihre Strafe wartete. Sie flehte uns an, ihr zu helfen, sie zu befreien. Plötzlich ging das Licht aus, man hörte Ketten rasseln, scheinbar versuchte sie sich zu befreuen. Die Tür knirschte, man konnte erahnen was passiert war. Stroboskoplicht erhellte den Raum für den Bruchteil einer Sekunde. Die Frau stand vor ihrem Käfig, frei. Mit einem Messer in ihrer Hand. Das Licht ging wieder aus. Ihre gruselige Stimme ertönte im Raum, dass sie endlich das tun könne, wofür sie hier sei. Wir spührten etwas in unseren Nacken schnellen, kurz danach stach etwas in unsere Wirbelsäule und unsere Sitze fielen zurück. Auf Grund des Adrenalinausstoßes war ich mir sicher, dass uns nun der Tot bevorstand. Im fünften Raum waren wir der Hölle ausgeliefert. Wir begaben uns auf unsere letzte Reise, setzen uns in unsere Henkersstühle, wurden ein paar Meter in die Höhe gezogen und dann sind wir im freien Fall in die Hölle gerauscht.
Fazit: Für gruselempfängliche ist das Hamburg Dungeon sicher ein sehr aufregendes und gruseliges Erlebnis, für abgedroschene und leidenschaftliche Horror/Thriller/Splatter-gucker zwar auch aufregend, aber weniger gruselig. Es war unterhaltend und durchaus seine 23€ Eintritt wert, allerdings fand ich es teilweise ein wenig zu amüsant und hätte mir mehr Effekte wie im vierten Raum gewünscht. Man darf aber nicht vergessen, dass das Hamburg Dungeon eben ab 14 ist und nicht ab 18. Ein Ü18-Dungeon würde ich mir allerdings wünschen.
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ACHTUNG SPOILER (wer nicht wissen will, was genau passiert, bitte beim nächsten Absatz weiterlesen) : Man wird von kostümierten Angestellten durch die verschiedenen Räume begleitet, die jeweils ein anderes Thema haben. Diese Themen beschäftigen sich mit der gruseligen Geschichte Hamburgs. In den "Introraum" wird man mit dem Worten "Fröhliches Verrecken" begleitet. Sehr aufmunternd. Dadurch wird aber das richtige Klima geschaffen. Der erste Raum beschäftigt sich mit dem Jahr 1842, in dem ein Massenbrand Hamburg erschütterte. Realer Qualm steigt auf, der Raum ist ziemlich klein und mit 20-30 Leuten auch ziemlich eng. Plötzlich geht eine Tür auf und eine Protagonistin betritt den Raum, es folgen verschiedene Interaktionen mit uns. Sie droht uns, dass sie uns verbrennen lassen wird, sollten wir ihr nicht all unser wertvolles Hab und Gut geben. Nach verschiedenen Verhandlungen lässt sie uns in den nächsten Raum. Der zweite Raum hat das Thema "Störtebekers Hinrichtung" und war eher ein Schauspiel als ein interaktiver Raum. Störtebeker wird hingerichtet, wir sind seine Matrosen und werden nur verschont, wenn sich seine Körper nach der Köpfung erhebt und ein paar Schritte vorwärts geht. Je länger er geht, desto mehr Männer würden verschont werden. Ein Glück haben wir es alles geschafft :) Der dritte Raum beschäftigt sich mit der Sturmflut 1717. Wir werden in Boote aufs Wasser begleitet, um uns zu retten. Das ganze wird atmosphärisch durch die Wasserbahn, die die Bootstour nachempfindet. Um die Wasserbahn herrum kann man verschiedene "Menschen" sehen, die vor den Fluten flüchten und auf Grund des Wassers eingesperrt in ihren Häusern sind. Der vierte Raum war der krasseste von allen, dort waren wir im Zuchthaus. Wir saßen auf festen Stühlen um einen deckenhohen Käfig in dem eine Protagonistin auf ihre Strafe wartete. Sie flehte uns an, ihr zu helfen, sie zu befreien. Plötzlich ging das Licht aus, man hörte Ketten rasseln, scheinbar versuchte sie sich zu befreuen. Die Tür knirschte, man konnte erahnen was passiert war. Stroboskoplicht erhellte den Raum für den Bruchteil einer Sekunde. Die Frau stand vor ihrem Käfig, frei. Mit einem Messer in ihrer Hand. Das Licht ging wieder aus. Ihre gruselige Stimme ertönte im Raum, dass sie endlich das tun könne, wofür sie hier sei. Wir spührten etwas in unseren Nacken schnellen, kurz danach stach etwas in unsere Wirbelsäule und unsere Sitze fielen zurück. Auf Grund des Adrenalinausstoßes war ich mir sicher, dass uns nun der Tot bevorstand. Im fünften Raum waren wir der Hölle ausgeliefert. Wir begaben uns auf unsere letzte Reise, setzen uns in unsere Henkersstühle, wurden ein paar Meter in die Höhe gezogen und dann sind wir im freien Fall in die Hölle gerauscht.
Fazit: Für gruselempfängliche ist das Hamburg Dungeon sicher ein sehr aufregendes und gruseliges Erlebnis, für abgedroschene und leidenschaftliche Horror/Thriller/Splatter-gucker zwar auch aufregend, aber weniger gruselig. Es war unterhaltend und durchaus seine 23€ Eintritt wert, allerdings fand ich es teilweise ein wenig zu amüsant und hätte mir mehr Effekte wie im vierten Raum gewünscht. Man darf aber nicht vergessen, dass das Hamburg Dungeon eben ab 14 ist und nicht ab 18. Ein Ü18-Dungeon würde ich mir allerdings wünschen.








